Der letzte Tag

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Schöner hätte der letzte Tag der 5. Mercedes-Benz Fashion Week in Berlin kaum sein können. Den ganzen Tag strahlte die Sonne bei ungefähr 30 Grad vom Himmel und deutsche Top-Labels, wie Scherer Gonzales und Kaviar Gauche legten sich noch einmal ins Zeug, um den vier Tagen Modenschauen einen würdigen Abschluss zu bereiten.
Wer zwischen den Schauen mal kurz Luft holen wollte, konnte auch einen kleinen Abstecher zum Alexanderplatz machen. In den Räumlichkeiten des Berliner Clubs Weekend präsentierten 40 verschiedene Designer beim Kadre Fashion Weekend ihre Mode in den Bereichen Street- und Clubwear. Doch wer einfach nur gerne ein paar Minuten entspannen wollte, konnte sich auch 15 Stockwerke über der Hauptstadt auf der Dachterrasse einen kühlen Drink genehmigen, einfach nur die Sonne genießen und den Fotoshootings zusehen.
Gegen Abend, als ich mich auf den Weg zur Abschluss-Show mache, fängt es wie aus heiterem Himmel an zu regnen. Weniger schön. Eigentlich müsste man sich bei dem unbeständigen Wetter in den letzten Tagen schon daran gewöhnt haben. Überrascht bin ich trotzdem. Und die Einzige scheine ich dabei auch nicht zu sein, wenn ich beobachte, wie Einige noch schnell versuchen irgendwo unter zu stellen. Eine gute Entscheidung, vorher das Kleid zu wechseln. Zwar ist dieses hier auch nicht wasserabweisend, aber immerhin nicht weiß.
Vor dem Mercedes-Benz Zelt auf dem sonst so belebten Bebelplatz der letzten Tage stehen die Modeliebhaber dicht gedrängt unter dem kleinen Zeltvordach. Die Scherer Gonzales Show scheint gerade vorbei zu sein. Überall tragen die Leute blass-rosa Goodiebags mit der Aufschrift des Labels mit sich herum.
Die Menge vor den zwei Ständen mit den Aufschrift „Designer Guest“ verdichtet sich zunehmend. Wenn man jedoch sein Ticket für die anstehende Kai Kühne Show abholen möchte, kommt man nicht drum herum, sich dazu zu gesellen.
Ich entdecke neben uns ein paar seltsam gekleidete Männer. Jeder von ihnen trägt ein Schild an der Brust mit dem Namen eines amerikanischen Präsidenten. Einer wurde offensichtlich braun angemalt. Ich denke mir nichts dabei. Schließlich denkt sich die Modewelt gerne mal irgendwelche verrückten Sachen aus. Kurz drauf stellt sich heraus, dass es sich um einen Junggesellenabschied handelt. Barack, Abraham und Company haben sich nur ein wenig verlaufen.
Nach mehr oder weniger geduldigem Warten, haben meine Freundinnen und ich auch endlich unsere Karten und machen uns auf, durch das Gedränge ins Zeltinnere zu gelangen. Am Ende des Presseteppichs stehen dieses Mal bereits Hostessen in silbergrauen Kleidern, die einem auf dazu passenden silbernen Tabletts Coca-Cola Light, in den von Manolo Blahnik entworfenen Flaschen anbieten. Die Mitte des Sitzbereiches ziert ein mächtiger Eisblock. Ebenfalls von Coca-Cola. Ebenfalls neu.
Im Zelt herrscht schon ein lauteres Treiben. Überall sieht man sich die Besucher der Modewoche angeregt unterhalten oder für die Fotografen in Pose werfen. Unter ihnen haben sich schon einige deutsche Prominente, wie das diesjährige Germany’s Next Topmodel Sara Nuru, Hana Nitsche – Finalistin aus dem Jahr 2007, Eva Padberg, Armin Murbach und Fotograf Christian Schuller, eingefunden.
Alle blicken gespannt der letzten Show dieser Mercedes-Benz Fashion Week entgegen.
Schade eigentlich, dass es letztendlich doch immer so schnell vorbei ist. Aber die Vorfreude auf die Nächste Berliner Modewoche ist bereits wieder groß.
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