Germany’s next Next Topmodel

Anja Woertge | 27. Februar 2009

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„Es kann nur eine geben” heißt es in jeder einzelnen Staffel. Und dann folgt doch immer wieder eine nach. Deutschland sucht mal wieder nach seinem nächsten C-Model für C&A-Kampagnen und Pro7 Werbung.

In der mittlerweile dritten Folge der vierten Staffel von Germany’s Next Top Model sah man gestern Abend zwei ellenlange Stunden lang das erste Zusammentreffen der jeweils fünfzehn besten Bewerberinnen aus München und Düsseldorf in Berlin. Alle fanden sich auf Anhieb sympathisch. Man ist ja nicht die in Vorurteilen erdachte „Modezicke”.

Nach der ersten Beschnupperung geht es auch gleich zum lang ersehnten Fotoshooting. Die Spannung steigt ins Unermessliche, während die Mädchen von Stylisten geschminkt werden und dabei immer wieder beteuern, dass sie keine Ahnung haben, was gleich passieren wird. Komisch nur, dass es dem einigermaßen aufmerksamen Zuschauer absolut klar ist, schließlich sind uns die Abläufe aus den vorhergehenden Sendungen bereits bekannt. Die Nachwuchsmodels sollen bei Eiseskälte in knappen Outfits posieren. Klar, schließlich muss eine Extremsituation her, die der Jury die Entscheidung durch natürliche Auslese erleichtert. Dennoch lässt es sich die wieder mal dauerhaft gut gelaunte Heidi Klum nicht nehmen, dem Zuschauer den „Tieferen Sinn” dieses Shootings noch einmal genauer zu erklären: Dieser ist herauszufinden „wie kann man mit den Mädchen arbeiten, wer traut sich was, wer traut sich nichts?” Moment - ist das was Neues?

Nein, wie zu erwarten liefert auch die vierte Staffel der Casting-Show bisher keine wirklichen Überraschungsmomente. Auch die Quoten-Zicke ist schnell gefunden: Die toughe Tessa macht sich unbeliebt mit Sprüchen wie: „Die anderen haben keinen Plan von nichts!” oder „Ich bin einfach geil und hab Power!” und erinnert dabei schmerzhaft an die Giseles und Fionas der letzten Staffeln, die uns schon fast in den Wahnsinn trieben, aber eben doch den Stoff für die Gespräche lieferten. Die Jury kommentiert hart mit Worten wie „Hochmut kommt vor dem Fall”. Weiter kommt Tessa trotzdem. Auch das ist aber irgendwie nicht wirklich überraschend, schließlich wäre die Show ohne den Zickenkrieg mit spannungsgeladener Hintergrundmusik auch einfach zu langweilig.

Da helfen auch Heidis ewig hinausgezögerte Entscheidungsansprachen nicht weiter, die bei den Kandidatinnen die gewohnt emotionalen Gefühlsausbrüche noch verstärken. Tränen bei den einen, Freudenschreie bei den anderen. Das haben wir alles schon (drei lange letzte Staffeln lang) gesehen.

Die sechzehn Gewinnerinnen fliegen jetzt nach Los Angeles. Bleibt abzuwarten womit man uns dort überraschen möchte.

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