Intelligente Mode - Hussein Chalayan Werkschau im Londoner Design Museum

Anja Woertge | 28. Januar 2009
style.com

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Seit 21. Januar und noch bis zum 17. Mai zeigt das Londoner Design Museum Modekollektionen und Kunstprojekte des türkisch-zypriotischen Designers Hussein Chalayan.

Bereits mit seiner Abschlusskollektion „Buried” am weitbekannten Central St. Martins College of Art & Design in London hatte er 1993 für Aufsehen gesorgt, nachdem er die Kleider einige Wochen vor der Präsentation im Garten des College vergraben und ihnen so durch den leicht verrotteten Zustand eine ganz eigene Art des Vintage-Looks verpasst hatte.

 

Seither begeistert er die Kunst- und Modewelt immer wieder mit unkonventionell experimentierfreudigen Kreationen, mit denen er auch das ein oder andere politische Statement schafft. Neben seinen Modekollektionen sind bei der Londoner Ausstellung auch andere künstlerische Arbeiten zu sehen. Auch dabei stehen meist politische und gesellschaftskritische Themen im Vordergrund: Der Kunstfilm „The Absent Presence”, mit dem Chalayan 2005 die Türkei auf der Biennale in Venedig vertrat, thematisiert beispielsweise das Problem der Emigration. Doch die Lust am extravaganten Schaffen hat auch seine Schattenseiten: Durch das Ausbleiben des kommerziellen Erfolges kam Hussein Chalayan vor sieben Jahren in ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten. Durch Kooperationen mit Topshop und Puma, dessen Kreativdirektor er seit Februar 2008 ist, möchte er jetzt neben seinen kunstvollen Prêt-à-porter Kollektionen auch erschwinglichere Mode schaffen, um so seine ausdrucksstarken, jedoch nicht sehr tragbaren Kreationen auf Dauer finanzieren zu können. 
Der neue Partner Puma ist auch Sponsor der Ausstellung im Londoner Design Museum.

Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 17.45 Uhr geöffnet
(Freitag, den 24. April sogar bis 22 Uhr), der Eintritt kostet 6 Pfund.

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