The Management in Köln, 18.11.2008
Alte LSD-Geschichten: “This is our decision / to live fast and die young / We’ve got the vision / now let’s have some fun.”
Berlin, Hamburg, München ausverkauft. Also ab nach Köln. Nach knapp fünfeinhalb Stunden Fahrt von Berlin aus wirkt die Live Music Hall wie ein Mekka der Elektropop-Gierigen und weniger wie eine abgewirtschaftete Scheune, die sie gewissermaßen ist.
Elecrtic Feel und Time to Pretend laufen mittlerweile so oft auf EinsLive wie Streets of Philadelphia beim Norddeutschen Rundfunk. Die Songs des ersten Albums ‚Oracular Spectacular’ liefern eine bunte Tüte aus 60er Glam, 70er Grunge, 80er Keyboardtunes, 90er Bowiepop und 00er Psychadelic. Alles stets gut zu betanzen. Und auch der Wiedererkennungswert der Klänge von MGMT lässt auf die berühmte rosige Zukunft hoffen.
Weniger Einzigartig war die Performance der Frontmänner Ben Goldwasser und Andrew Van Wyngarden. Recht gelangweilt und verdrossen hechelten sie ihr Programm in eineinhalb Stunden durch. Ungeachtet dessen – oder wahrscheinlich aus diesem Grund, prävalierte ein 1978-Rockkonzert-im-dunklen-Keller-Gefühl. Augen zu, Hände in die Luft und der Musik Einzug in den Kopf, Bauch,…, erlauben. Also keine Show, sondern reiner, unverkommender Konzertcharakter wie aus den antiquarischen LDS-Geschichten unserer Väter bekannt.

Glanzpunkt bat die „A-cappella“-Zugabe (ohne Band, dafür vom Band!) von Kids mit Van Wyngardens unvergleichbarer Tanzeinlage. Novum war auch wie immer die Garderobe der New Yorker: clappings für den Stylisten!
Fazit: 14 Stunden exorbitanten Spaß, inklusive zwei Stunden Konzert!
Tags: electropop, köln, Konzert, mgmt, Musik

29. November 2008 um 20:58
Absolut gut getroffen!!